DAS STÜCK

Das Monodrama „Vernissage oder realistische Szenen aus dem Leben eines Malers in einer Großstadt“ gehört zu den früheren Werken des aus Oberschlesien stammenden Ingmar Villqist.
Die tragikomische Geschichte schildert den Alltag des erfolglosen Künstlers Max. Sein Familienleben ist zerstört, seine finanzielle Situation ist katastrophal, Neid und Eifersucht quälen ihn. Er sehnt sich nach Anerkennung seiner Andersartigkeit, die doch nur in privater und gesellschaftlicher Entfremdung mündet. Mit verzweifelter Betriebsamkeit und steigendem Alkoholkonsum organisiert Max gegen vielfältige Widerstände seine eigene Ausstellung – und wartet am Abend der Vernissage auf seine Gäste.
Villqist erzählt mit abgründigem Humor das Drama einer missglückten Künstlerexistenz. Max’ Probleme weisen aber auch auf die existenziellen Gespenster, die in der bürgerlichen Gesellschaft herumspuken und am liebsten verdrängt werden. Anerkennung, Erfolg und finanzielle Unabhängigkeit sind die Norm, Abweichungen führen leicht ins gesellschaftliche Abseits. „Vernissage“ ist damit die präzise Analyse eines Künstlerlebens und zugleich eine genaue Gegenwartsanalyse.

 

Pressestimmen / Po polsku

„Mit großem Erfolg hat am Samstag im Essener Zechentheater ‚Königin Elisabeth’ das Stück ‚Vernissage’seine Uraufführung erlebt. Die knapp 80-minütige tragikomische Geschichte, über den Alltag des erfolglosen Künstlers Max stammt aus der Feder des polnischen Autors Ingmar Villqist. Am Ende gab's langanhaltenden, verdienten Applaus für das Ein-Personen-Stück, den grandiosen polnischen Schauspieler Andrzej Dopierala und den Regisseur, der aus Warschau angereist war.
Dopierala, der den Max mal verzweifelt, mal vom gängigen Kulturbetrieb angeekelt, mal manisch oder überheblich spielt, ist ganz allein auf der zum schmuddeligen Atelier gestalteten kleinen Bühne. Gleichzeitig trifft er in verzweifelter Betriebsamkeit und auf der Suche nach Anerkennung seiner Kunst jede Menge Menschen. (...) Am Ende ist Max so allein mit seinen Bildern, wie er immer schon war. Mit Federschmuck im Haar versichert er dem Publikum im kleinen Theater: ‚Alle Künstler sind Indianer. Wir werden uns nie ergeben’.“ (dpa)

„’Hier bin ich ganz allein. Ich bin Künstler’,sagt der Maler Max Hauser. Er ist im Gegensatz zu seinen Kollegen erfolglos. Er kämpft um eine gute Kritik, wirbt verzweifelt Besucher für seine Ausstellung. Doch er bleibt allein. Nicht nur beruflich, auch privat. Seine Frau und er haben sich getrennt. Die Kinder sieht er zu selten.
Der polnische Schauspieler Andrzej Dopierala steht in dem Stück ‚Vernissage’ ganz allein auf der Bühne. Das Bühnenbild ist karg. Ein Tisch, ein Bett und einige moderne Gemälde. Der Autor Villqist, der auch Regie führt, schafft zudem eine bedrückende Atmosphäre mit der Beleuchtung. Dopierala steht immer wieder vor oder unter verschiedenen Scheinwerfern, die sein feines und ausdrucksstarkes Minenspiel unterstreichen.
Autor Villqist zeigt in seinem Stück Facetten einer gescheiterten und verzweifelten Persönlichkeit: Max bettelt, er zürnt und belügt sich selbst. Und Dopierala formt mit seinem intensiven Spiel eine präzise Charakterstudie. Dafür gab es für den Künstler zum Schluss verdienten Applaus.“ (NRZ)

„Packende Uraufführung von ‚Vernissage’ auf Zeche Königin Elisabeth. Ein ungewöhnlicher Spielort ist die Zeche – denn die Galerie beherbergt normalerweise Bilder und Skulpturen und kein Theater. Und gerade deshalb ist das Ambiente so passend für die Uraufführung des Stücks. Spartanisch ist das Bühnenbild ausgerichtet. Die nötige Atmosphäre erzeugen die Beleuchtung und die unter die Haut gehende Musik von Jörg M. Hieronymus. Und natürlich der polnische Schauspieler Andrzej Dopierala. Dieser leistet Unglaubliches: Durch sein intensives Spiel zieht er das Publikum während seines knapp 75-minütigen Monologs in den Bann.“ (WAZ)

 

 

 
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